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Heimat-und Verschönerungsverein Siegen-Hain e.V.

Themenabend: Kommissar Einbruch

ch dem Vortrag von KHK Niggemann zum Thema Trickbetrüger am 17. April diesen Jahres, erschien am Donnerstag, den 8. Oktober zum Themenabend Herr Kriminalhauptkommissar Hans Uwe Seidel von der Polizei Siegen mit einem Vortrag zum Thema Einbruch und Vorbeugung. Vor 14 Gästen, im kleinen Saal des Heimatvereins, sprach er über Statistiken und vorbeugende Maßnahmen.
Die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren sprechen für sich. Alle vier Minuten hat sich im Jahr 2013 laut polizeilicher Kriminalstatistik in Deutschland ein Wohnungseinbruch ereignet. Pro Fall entstand ein Sachschaden von rund 4500 €. Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle, gleichzeitig ist der Anteil vollendeter Einbruchsfälle stetig gesunken. Rund 40 Prozent aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen.
Innenminister Jäger (06.03.2015) berichtete, dass in 22.522 Fällen in NRW (das sind 42,7% der Einbruchsversuche) die Einbrecher an gut gesicherten Fenstern und Türen scheiterten. Grund hierfür ist, dass Einbrecher keine Zeit haben. Nach etwa 5 Minuten brechen sie ihren Einbruchsversuch ab. In aller Regel sind diese Einbrecher keine Profis, sondern Gelegenheitstäter. Zudem meiden sie grundsätzlich die Konfrontation mit dem Eigentümer der Wohnung/ des Hauses. Da Glasbruch zu laut ist und Anwohner alarmieren könnte, erfolgt der Einbruch durch Aufhebeln von Fenstern und Türen. Gekippte Fenster werden von Versicherungen als „offene Fenster“ gewertet und schließen Versicherungsleistungen aus!
In einem Film zeigte Herr Seidel, wie leicht sich Fenster und Türen aus der Zeit vor 1989 von Einbrechern öffnen lassen, in aller Regel innerhalb von 5 – 16 Sekunden (!). Andererseits zeigte er in einem anderen Film, dass gut gesicherte Fenster den Einbrecher über so lange Zeit erfolglos beschäftigen, dass er aufgibt und abzieht.
Neben mechanischen Mitteln, die den Einbruch erschweren, zeigte Herr Seidel auch auf, auf welche elektrische und elektronische Mittel man zum Schutz zurückgreifen kann.
Abschließend ging Herr Seidel auf Fragen aus dem Publikum ein und beantwortete diese.
Zusätzliche Information erhielten die Anwesenden durch eine Broschüre der Polizei: „Sicher wohnen – Einbruchschutz: Ungebetene Gäste“.



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